Mein Kollege stellt in seinem Artikel „Die Zukunft des Architekten in der Software-Entwicklung“ die doch recht provokante These auf, dass diese überflüssig wären, da eine sinnvolle Architektur die Aufgabe des gesamten Entwicklerteams sein muß.

Ich stimme ihm insofern zu, als dass ich mich tatsächlich auch bei vielen mir bekannten Architekten die Frage stelle, warum sie diesen Job haben. Sie zeichnen sich nicht durch tiefgreifende Fachkenntnisse, außergewöhnliche Programmier- oder Analysefähigkeiten oder besondere persönliche Fähigkeiten aus. In manchen Firmen scheint es Mode zu sein, statt eines „Senior developer“ einen „Software Architect“ zu vergeben, auch wenn dieser weder diese Aufgaben erfüllt  noch dazu ausgebildet ist. Unter diesen Umständen kann ich den Kollegen verstehen :-).

Worauf ich allerdings NIE verzichten möchte, ist die Rolle eines „chief programmers“ – eines Entwicklers, der eine klare Architektur aufstellen kann, eindeutige Designvorgaben gibt und deren Einhaltung sicherstellt, den einen oder anderen performanten und korrekten Algorithmus liefert und den anderen Entwicklern regelmäßig bei Fragen und Problemen hilft, und das gerne. Den gab es übrigens schon inden 1970ern….

 

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